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Alpe dâHuez
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top
45.096.07coordinatesKoordinaten: 45° 5Ⲡ24ⳠN, 6° 4Ⲡ12ⳠO
LâAlpe dâHuez [] ist ein Wintersportort in den franzĂśsischen Alpen, der auf dem Gebiet der Gemeinde Huez liegt. International bekannt ist er als Bergankunft bei der Tour de France und als einer der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsorte mittelalterlichen Silberbergbaus in Europa.
Contents
⢠Radsport
⢠Tour de France
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Lage und Entstehung
Der Ort liegt im DĂŠpartement Isère. In der Nähe gehen die Ausläufer der Gebirgsmassive des Oisans und der Grandes Rousses ineinander Ăźber. Neben Val-dâIsère, Tignes, Courchevel, La Plagne und Les Arcs ist LâAlpe dâHuez einer der groĂen Wintersportorte der franzĂśsischen Nordalpen. Er gehĂśrt zur zweiten Generation von Wintersportzentren, die sich um ein kleines, hoch gelegenes Gebirgsdorf mehr oder weniger organisch entwickelten. In einer dritten Generation setzten groĂe Tourismusunternehmen âSki-Total-Orteâ wie Courchevel mit riesigen Appartementblocks in eine zuvor fast unberĂźhrte Landschaft, was Umweltprobleme nach sich zog.
Im 12./13. Jahrhundert befand sich in 300 Meter Entfernung der Ort Brandes en Oisans, in dem ergiebiger Silberbergbau betrieben wurde. Dieser ist Ziel einer bis heute andauernden Ausgrabung unter Leitung der Archäologin Marie-Christine Bailly-MaÎtre.
Durch die Austragung der Bobsport-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 1968 auf der Bobbahn LâAlpe dâHuez erlebte LâAlpe dâHuez einen enormen Aufschwung, während das auf der gegenĂźberliegenden Seite des Tals liegende Ornon bis heute seinen Charakter als ursprĂźngliches Gebirgsdorf und gemĂźtlicher Wintersportort erhalten hat. Neben der Tour de France machte sich der Wintersportort auch mit einer zweiten Sommerveranstaltung einen Namen, seit der Triathlon EDF Alpe dâHuez veranstaltet wird.
Bemerkenswert ist die 1970 fertiggestellte Kirche Notre-Dame des Neiges.
Radsport
Tour de France
Seine Bedeutung fĂźr den Radsport verdankt LâAlpe dâHuez dem Anstieg von Le Bourg-dâOisans hinauf. Mit seinen 21 Kehren ist er neben dem Col du Galibier, dem Col du Tourmalet und dem Mont Ventoux einer der berĂźhmtesten Anstiege der Tour de France. 1952 fand zum ersten Mal eine Bergankunft der Tour de France in der Retortensiedlung statt, die der italienische âCampionissimoâ Fausto Coppi fĂźr sich entschied. Erst 24 Jahre später â im Jahre 1976 â besuchte die Tour LâAlpe dâHuez ein zweites Mal. Seitdem stehen die legendären, rĂźcklaufend nummerierten 21 Kehren jedoch regelmäĂig im Programm der wichtigsten Radrundfahrt der Welt.
Wegen der Schwere des Anstiegs und aufgrund der Tatsache, dass sich dort einige der ganz GroĂen des Radsports durch ihre Siege verewigt haben, hat ein Etappensieg in LâAlpe dâHuez eine besondere Bedeutung sowohl fĂźr die Fahrer als auch fĂźr die Zuschauer. Deshalb ist in der Berichterstattung auch oftmals vom âMythos LâAlpe dâHuezâ oder vom âmythischen Bergâ die Rede. Die Namen der Etappensieger sind in den 21 Kehren aufgelistet, beginnend mit dem ersten Sieger in der 21. Kehre. Da es seit Lance Armstrongs Sieg 2001 mehr Gewinner als Kehren gibt, wurde damit begonnen, die Schilder doppelt zu beschriften. Kehre 21 ist nun Fausto Coppi und Lance Armstrong gewidmet.
Siehe auch
:
Liste der Etappenorte der Tour de France
Streckenprofil
Etwa 1,5 km vom Zentrum von Le Bourg-dâOisans entfernt beginnt der 13,8 km lange Anstieg auf einer HĂśhe von 760 m. Die Zielankunft liegt auf 1850 m. Daraus ergibt sich ein zu bewältigender HĂśhenunterschied von 1090 m und eine durchschnittliche Steigung von 7,9 %. Die ersten Kilometer sind im Schnitt etwa 10 % steil. Im Mittelteil beträgt die Steigung rund 8 %. Der Schlussteil ist mit ca. 5,5 % verhältnismäĂig flach. Der steilste Kilometer ist der zehnte Kilometer mit durchschnittlich 11,5 % Steigung. Die steilsten Passagen befinden sich nach 3,5 km (14,8 %) und 7,5 km (14,7 %).
Etappensieger von LâAlpe dâHuez
⢠1952 Italien Fausto Coppi (Kehre 21)
⢠1976 Niederlande Joop Zoetemelk (Kehre 20)
⢠1977 Niederlande Hennie Kuiper (Kehre 19)
⢠1978 Niederlande Hennie Kuiper (Kehre 18)
⢠1979 Portugal Joaquim Agostinho (17. Etappe) (Kehre 17)
⢠1979 Niederlande Joop Zoetemelk (18. Etappe) (Kehre 16)
⢠1981 Niederlande Peter Winnen (Kehre 15)
⢠1982 Schweiz Beat Breu (Kehre 14)
⢠1983 Niederlande Peter Winnen (Kehre 13)
⢠1984 Kolumbien Luis Herrera (Kehre 12)
⢠1986 Frankreich Bernard Hinault (Kehre 11)
⢠1987 Spanien Federico Echave (Kehre 10)
⢠1988 Niederlande Steven Rooks (Kehre 9)
⢠1989 Niederlande Gert-Jan Theunisse (Kehre 8)
⢠1990 Italien Gianni Bugno (Kehre 7)
⢠1991 Italien Gianni Bugno (Kehre 6)
⢠1992 Vereinigte Staaten Andrew Hampsten (Kehre 5)
⢠1994 Italien Roberto Conti (Kehre 4)
⢠1995 Italien Marco Pantani (Kehre 3)
⢠1997 Italien Marco Pantani (Kehre 2)
⢠1999 Italien Giuseppe Guerini (Kehre 1)
⢠2001 Vereinigte Staaten Lance Armstrong (Kehre 21)
⢠2003 Spanien Iban Mayo (Kehre 20)
⢠2004 Vereinigte Staaten Lance Armstrong (Bergzeitfahren) (Kehre 19)
⢠2006 Luxemburg Fränk Schleck (Kehre 18)
⢠2008 Spanien Carlos Sastre (Kehre 17)
⢠2011 Frankreich Pierre Rolland (Kehre 16)
⢠2013 Frankreich Christophe Riblon (Kehre 15)
⢠2015 Frankreich Thibaut Pinot
⢠2018 Vereinigtes Konigreich Geraint Thomas
⢠2022 Vereinigtes Konigreich Thomas Pidcock
Bestzeiten
Seit 1994 wird die Zeit fĂźr den Schlussanstieg nach LâAlpe dâHuez offiziell gestoppt. FrĂźhere Zeiten sind daher nicht verfĂźgbar bzw. haben nur inoffiziellen Charakter. Den âBergrekordâ hält Marco Pantani, der 1997 fĂźr die letzten 14,5 km 37:35 Min. benĂśtigte. Die in verschiedenen Quellen genannten Zeiten gehen mitunter stark auseinander und sind oft nicht vergleichbar, da den Zeitmessungen unterschiedliche Wegstrecken zu Grunde liegen. Von 1994 bis 1997 wurde der Anstieg ab der letzten Kreuzung vor dem Anstieg gemessen (14,5 km vom Ziel entfernt). Seit 1999 wird die Zeit ab der Kurve, hinter der unmittelbar der Anstieg beginnt, gemessen (13,8 km vor dem Ziel).cite-ref-1[1]
Lance Armstrong gelang es trotz kurzer Etappenlänge nicht, die Bestzeit von Marco Pantani zu unterbieten. Er fuhr den Anstieg von 13,8 Kilometer in der bis heute (Stand: 2017) viertschnellsten gemessenen Zeit, 37:36 Minuten, während Pantanis beste Zeiten 36:50, 36:55 und 37:15 Minuten betrugen. Die Zuschauerzahl von annähernd 1 Million Menschen fßhrte vor allem in der unteren Hälfte des Berges zu chaotischen Verhältnissen. Weil es hier keine Absperrungen gab, standen die Fans so dicht auf der Strecke, dass die Fahrer wie gegen eine menschliche Mauer fuhren, die sich immer erst im letzten Moment Üffnete.
Die Zeiten von Pantani wurden alle am Ende einer längeren und schweren Bergetappe erzielt. Armstrong hingegen hatte eine solche Vorbelastung 2004 nicht. Hierbei ist allerdings auch zu berßcksichtigen, dass andere Fahrer wie Jan Ullrich, Andreas KlÜden, Floyd Landis und Carlos Sastre ihre persÜnliche Bestzeit alle am Ende einer langen Bergetappe erzielten, und nicht, wie man vermuten kÜnnte, im Bergzeitfahren von 2004. Dies zeigt, dass sich eine längere Vorbelastung nicht zwingend negativ auswirken muss. Nach aktuellem Wissensstand fallen die Rekordzeiten Pantanis in die Hochzeit des EPO-Dopings. Jedoch werden die Zeiten der 1990er Jahre zusätzlich dadurch aufgewertet, dass das damalige Gewicht der Rennräder ßber 8 kg betrug. Im Vergleich dazu betrug das Gewicht von Armstrongs Rad im Jahr 2004 nur 6,8 kg. Das Wettkampf-KÜrpergewicht von Lance Armstrong (ca. 71 kg) lag im Vergleich zu dem von Marco Pantani (ca. 59 kg) hingegen um rund 12 kg hÜher. Das Systemgewicht (Fahrer plus Rad) in Gegenßberstellung mit der Leistung in Watt pro Kilogramm Systemgewicht ergibt fast gleiche Werte (etwa 6,1 Watt pro Kilogramm Systemgewicht), sodass beide Fahrer in Topform als annähernd gleich stark angesehen werden kÜnnen.
| Rang | Zeit | Name | Jahr | Land |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 37' 35" | Marco Pantani | 1997 | Italien Italien |
| 2 | 38' 00" | Marco Pantani | 1994 | Italien Italien |
| 3 | 38' 04" | Marco Pantani | 1995 | Italien Italien |
| 4 | 38' 23" | Jan Ullrich | 1997 | Deutschland Deutschland |
| 5 | 38' 35" | Andreas KlĂśden | 2006 | Deutschland Deutschland |
| 6* | 38' 37" | Jan Ullrich | 2004 | Deutschland Deutschland |
| 7 | 39' 02" | Richard Virenque | 1997 | Frankreich Frankreich |
| 8 | 39' 06" | Iban Mayo | 2003 | Spanien Spanien |
| 9* | 39' 17" | Andreas KlĂśden | 2004 | Deutschland Deutschland |
| 10* | 39' 21" | JosĂŠ Azevedo | 2004 | Portugal Portugal |
| 11 | 39' 28" | Miguel IndurĂĄin | 1995 | Spanien Spanien |
| 12 | 39' 28" | Alex ZĂźlle | 1995 | Schweiz Schweiz |
| 13 | 39' 29" [ 2 ] | Carlos Sastre | 2008 | Spanien Spanien |
| 14 | 39' 30" | Bjarne Riis | 1995 | Danemark Dänemark |
| 15 | 39' 44" | Gianni Bugno | 1991 | Italien Italien |
| 16 | 39' 45" | Miguel IndurĂĄin | 1991 | Spanien Spanien |
| 17 | 40' 00" | Jan Ullrich | 2001 | Deutschland Deutschland |
| 18 | 40' 46" | Fränk Schleck | 2006 | Luxemburg Luxemburg |
| 19 | 40' 51" | Alexander Winokurow | 2003 | Kasachstan Kasachstan |
| 20 | 41' 21" | Samuel Sanchez | 2011 | Spanien Spanien |
| 21 | 41' 50" | Laurent Fignon | 1989 | Frankreich Frankreich |
| 22 | 41' 50" | Luis Herrera | 1986 | Kolumbien Kolumbien |
| 23 | 42' 01" | Pierre Rolland | 2011 | Frankreich Frankreich |
| 24 | 42' 15" | Pedro Delgado | 1989 | Spanien Spanien |
| 25 | 45' 20" | Gert-Jan Theunisse | 1989 | Niederlande Niederlande |
| 26 | 45' 22" | Fausto Coppi | 1952 | Italien Italien |
| 27 | 48' 00" | Greg Lemond | 1986 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
| 28 | 48' 00" | Bernard Hinault | 1986 | Frankreich Frankreich |
Obige Tabelle geht bei manchen Zeiten von 14,5 km aus, bei anderen von 13,8 km. In vielen Medien wird zwar häufig Pantanis Zeit von 1997 mit 37'35" als Rekord angegeben, aber jene bezieht sich auf 14,5 km. Pantani fuhr den eigentlichen Anstieg von 13,8 km 1997 in 36'55", was aber nicht sein Rekord war. Diesen stellte er 1995 mit 36'50" auf. Laut ChronosWatts und CyclingNews ist folgende Tabelle richtig, welche ausschlieĂlich die letzten 13,8 km misst (Stand: 2021).cite-ref-3[3]
| Rang | Zeit | Name | Jahr | Land |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 36' 50" | Marco Pantani | 1995 | Italien Italien |
| 2 | 36' 55" | Marco Pantani | 1997 | Italien Italien |
| 3 | 37' 15" | Marco Pantani | 1994 | Italien Italien |
| 4 | 37' 36" | Lance Armstrong | 2004 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
| 5 | 37' 41" | Jan Ullrich | 1997 | Deutschland Deutschland |
| 6 | 38' 00" | Lance Armstrong | 2001 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
| 7 | 38' 10" | Miguel Indurain | 1995 | Spanien Spanien |
| 7 | 38' 10" | Alex ZĂźlle | 1995 | Schweiz Schweiz |
| 8 | 38' 12" | Bjarne Riis | 1995 | Danemark Dänemark |
| 9 | 38' 22" | Richard Virenque | 1997 | Frankreich Frankreich |
| 10 | 38' 36" | Floyd Landis | 2006 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
| 10 | 38' 36" | Andreas KlĂśden | 2006 | Deutschland Deutschland |
| 11 | 38' 40" | Jan Ullrich | 2004 | Deutschland Deutschland |
| 12 | 38' 44" | Laurent Madouas | 1995 | Frankreich Frankreich |
| 13 | 38' 55" | Richard Virenque | 1994 | Frankreich Frankreich |
| 14 | 39' 01" | Carlos Sastre | 2006 | Spanien Spanien |
| 15 | 39' 06" | Iban Mayo | 2003 | Spanien Spanien |
| 16 | 39' 12" | Andreas KlĂśden | 2004 | Deutschland Deutschland |
| 17 | 39' 14" | JosĂŠ Azevedo | 2004 | Portugal Portugal |
| 18 | 39' 15" | Levi Leipheimer | 2006 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
| 19 | 39' 22" | Francesco Casagrande | 1997 | Italien Italien |
| 19 | 39' 22" | Nairo Quintana | 2015 | Kolumbien Kolumbien |
| 20 | 39' 23" | Bjarne Riis | 1997 | Danemark Dänemark |
| 21 | 39' 30" | Miguel Indurain | 1994 | Spanien Spanien |
| 21 | 39' 30" | Luc Leblanc | 1994 | Frankreich Frankreich |
| 22 | 39' 31" | Carlos Sastre | 2008 | Spanien Spanien |
| 23 | 39' 37" | Wolodymyr Pulnikow | 1994 | Ukraine Ukraine |
| 24 | 39' 40" | Giuseppe Guerini | 2004 | Italien Italien |
| 25 | 39' 41" | Santos GonzĂĄlez | 2004 | Spanien Spanien |
| 25 | 39' 41" | Wladimir Karpez | 2004 | Russland Russland |
| 26 | 39' 45" | Gianni Bugno | 1991 | Italien Italien |
| 26 | 39' 45" | Miguel Indurain | 1991 | Spanien Spanien |
| 27 | 39' 46" | Luc Leblanc | 1991 | Frankreich Frankreich |
| 28 | 39' 47" | Denis Menschow | 2006 | Russland Russland |
| 28 | 39' 47" | Michael Rasmussen | 2006 | Danemark Dänemark |
| 28 | 39' 47" | Pietro Caucchioli | 2006 | Italien Italien |
| 29 | 39' 50" | Nairo Quintana | 2013 | Kolumbien Kolumbien |
| 30 | 39' 52" | Claudio Chiappucci | 1995 | Italien Italien |
| 30 | 39' 52" | Paolo Lanfranchi | 1995 | Italien Italien |
| 31 | 39' 53" | Joaquim RodrĂguez | 2013 | Spanien Spanien |
| 32 | 39' 54" | Beat Zberg | 1997 | Schweiz Schweiz |
| 32 | 39' 54" | Udo BĂślts | 1997 | Deutschland Deutschland |
| 32 | 39' 54" | Roberto Conti | 1997 | Italien Italien |
| 32 | 39' 54" | Laurent Madouas | 1997 | Frankreich Frankreich |
| 33 | 39' 56" | David MoncoutiĂŠ | 2006 | Frankreich Frankreich |
| 34 | 39' 57" | Carlos Sastre | 2004 | Spanien Spanien |
| 35 | 39' 58" | Tony Rominger | 1995 | Schweiz Schweiz |
| 35 | 39' 58" | StĂŠphane Goubert | 2004 | Frankreich Frankreich |
| 35 | 39' 58" | Ivan Basso | 2004 | Italien Italien |
| 36 | 39' 59" | Jan Ullrich | 2001 | Deutschland Deutschland |
| 37 | 40' 01" | Pjotr Ugrjumow | 1994 | Russland Russland |
| 37 | 40' 01" | Alex ZĂźlle | 1994 | Schweiz Schweiz |
| 37 | 40' 01" | Pawel Tonkow | 1995 | Russland Russland |
Kurioses
Bisher konnten nur drei Sieger von LâAlpe dâHuez auch die Gesamtwertung der Tour desselben Jahres fĂźr sich entscheiden: Fausto Coppi 1952, Carlos Sastre 2008 sowie Geraint Thomas 2018. Auch Lance Armstrong konnte 2001 die Etappe nach LâAlpe dâHuez und im selben Jahr die Gesamtwertung gewinnen, am 22. Oktober 2012 wurden ihm jedoch alle Siege bei der Frankreichrundfahrt aufgrund jahrelangen Dopingmissbrauchs aberkannt.
Zeitweilig wurde LâAlpe dâHuez auch als âBerg der Holländerâ bezeichnet, weil bis 1989 acht von vierzehn Etappenerfolgen von niederländischen Fahrern erzielt wurden. Seitdem hat kein Niederländer diese Tradition fortsetzen kĂśnnen. In der âNationenwertungâ an diesem Berg liegen die Niederlande mit ihren acht Siegen noch immer knapp vor den Italienern (7 Siege).
1999 brachte ein fotografierender Zuschauer den FĂźhrenden Giuseppe Guerini aus Italien kurz vor dem Ziel zu Fall. Trotz des Sturzes gelang es dem Team-Telekom-Fahrer, seinen Vorsprung bis ins Ziel zu retten und die Etappe zu gewinnen.
CritĂŠrium du DauphinĂŠ
2010 wurde LâAlpe dâHuez als Premiere in das Programm der CritĂŠrium du DauphinĂŠ aufgenommen, nachdem der Anstieg erstmals seit 1976 zwei Jahre in Folge bei der Tour de France gefehlt hatte.cite-ref-4[4]
2013 war LâAlpe dâHuez erneut Teil der DauphinĂŠ-Rundfahrt â im Monat vor der Doppelbefahrung durch die 100. Tour de France â, allerdings nicht als Schlussanstieg, sondern zu Beginn der 7. Etappe.cite-ref-5[5]
Sieger am Anstieg von LâAlpe dâHuez beim CritĂŠrium du DauphinĂŠ:
⢠2010: Spanien Alberto Contador
⢠2013: Belgien Thomas De Gendt
Tour de France Femmes
Im Jahr 2024 gehĂśrte der Anstieg nach LâAlpe dâHuez erstmals zum Programm der Tour de France Femmes, als der Wintersportort zum finalen Zielort der Rundfahrt festgelegt wurde. Siegerin der Etappe wurde die Niederländerin Demi Vollering.
Lifte und Bahnen des Skigebietes
| Seilbahn | Art | Inbetriebnahme | Länge | BefÜrderungskapazität pro Stunde | Hersteller | ersetzter Lift |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ascenseur InclinĂŠ Villard Reculas | 20er Standseilbahn | 1989 | 100 | 600 | AKROS | |
| Liaison PĂ´le Loisirs | 18er Standseilbahn | 2012 | 68 | 330 | Poma | |
| Alpette-Rousses | 160er Kabinen-Seilbahn | 1990 | 1644 | 1920 | Poma | |
| Vaujany-Alpette | 160er Kabinen-Seilbahn | 1990 | 2464 | 1530 | Poma | |
| Pic Blanc (Bj. 1980) | 93er Kabinen-Seilbahn | 1980 | 2131 | 1015 | Creissels | |
| Marmottes 3 (Bj. 2004) | 33er Funitel â windstabile Gondelbahn mit zwei parallelen FĂśrderseilen in weitem Abstand | 2004 | 788 | 1056 | Doppelmayr | |
| Vaujany-Enversin | 30er Gruppenumlaufbahn (Gondeln) | 1991 | 610 | 600 | Montaz | |
| Grand Rousses 1 | 25er Gondelbahn (Doppel-Seil-Umlaufbahn) | 1986 | 1550 | 3000 | Poma | |
| Grand Rousses 2 | 25er Gondelbahn (Doppel-Seil-Umlaufbahn) | 1986 | 2000 | 3000 | Poma | |
| TĂŠlĂŠcentre (Bj. 1982) | 24er Korblift | 1982 | 795 | 960 | Montaz | |
| TĂŠlĂŠvillage (Bj. 1981) | 20er Gruppenumlaufbahn (Gondeln) | 1981 | 1135 | 436 | Poma | |
| Alpette | 12er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 1988 | 1950 | 1600 | Poma | |
| Poutran 2 | 12er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 1987 | 1338 | 2000 | Poma | |
| Poutran 1 | 12er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 1987 | 1400 | 2000 | Poma | |
| Marmottes 2 | 6er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 2000 | 1474 | 1650 | Poma | |
| Villete-Montfrais | 6er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 1987 | 883 | 1500 | Poma | |
| Vaujany-Villette (Bj. 1987) | 6er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) | 1987 | 900 | 1500 | Poma | |
| Rif Nel Express | Kombibahn mit 6er Sessel und 10er Gondeln | 2012 | 665 | 2700 | Leitner | Tellerlift |
| TĂŠlĂŠmixte des Jeux (Bj. 2013) | Kombibahn mit 6er Sessel und 8er Gondel | 2013 | 1388 | 3900 | Poma | Tellerlift |
| Marmomottes 1 | 6er Hochgeschwindigkeitssesselbahn mit Abdeckhauben | 2009 | 2243 | 3000 | Poma | 6er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn) |
| Fontfroide | 6er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 2009 | 1000 | 2400 | Leitner | |
| Romains | 6er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 2005 | 1109 | 3600 | Poma | |
| Le Villarais | 4er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 1997 | 1890 | 2000 | Leitner | |
| Louvets | 4er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 1992 | 856 | 2000 | Poma | |
| Auris Express | 4er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 1991 | 1787 | 1800 | Poma | |
| Alpauris | 4er Hochgeschwindigkeitssesselbahn, kuppelbar | 1988 | 1437 | 2400 | Poma | |
| Lombards | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 2010 | 1747 | 2400 | Poma | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt |
| Lac Blanc | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 2003 | 245 | 2000 | Skirail | |
| Herpie | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 2002 | 993 | 2000 | Poma | |
| Glacier | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 2001 | 960 | 1600 | Poma | |
| Lievre Blanc | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1998 | 1520 | 2000 | GMM | |
| Vallonet | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1989 | 1118 | 1600 | Poma | |
| Sures | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1988 | 775 | 2400 | Poma | |
| Clos Giraud | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1987 | 1514 | 1600 | Poma | |
| Montfrais | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1987 | 881 | 1500 | Poma | |
| Bergers | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1986 | 631 | 2400 | Poma | |
| Signal | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1985 | 812 | 1800 | Poma | Tellerlift |
| Signal | 4er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1985 | 812 | 1800 | Poma | Tellerlift |
| Eclose | 2er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1986 | 270 | 1500 | Poma | |
| Piegut | 2er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1981 | 1014 | 900 | Poma | |
| Chalvet | 2er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1980 | 1650 | 1030 | CECIL | |
| Maronne | 2er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1974 | 953 | 9000 | CECIL | |
| Grande Sure | 2er Sesselbahn, fixgeklemmt | 1963 | 945 | 576 | Poma | |
Literatur
⢠Rennradfßhrer: Kristian Bauer: Roadbook Tour de France: 40 Top-Anstiege von den Alpen bis zu den Pyrenäen mit dem eigenen Rennrad bezwingen. Bruckmann Verlag, Mßnchen 2006, ISBN 3-7654-4477-4.
⢠Geschichte: Peter Leissl: Die legendären Anstiege der Tour de France. Covadonga Verlag, Bielefeld, 2004, ISBN 3-936973-09-1.
⢠Fotoband: Philippe Bouvet, Philippe Brunel, Serge Laget, Philippe Le Men, Christian Naitslimane: Cols mythiques du Tour de France. LâĂquipe, 2005, ISBN 978-2-915535-09-9 (franzĂśsisch).
⢠Marie-Christine Bailly-MaĂŽtre: Une aventure minière: Huez et l´argent au Moyen Ăge. L´argentaria de brandis. Collection MusĂŠe d`Huez et de l´Oisans 8. Alpe d´Huez 2008.
⢠Marie-Christine Bailly-MaĂŽtre und J. B. Dupraz: Brandes en Oisans. Mittelalterlicher Silbererzbergbau in den franzĂśsischen Alpen. In: Der Anschnitt 42, 1990, S. 122â130.
⢠Marie-Christine Bailly-MaĂŽtre: Brandes-en-Oisans. La mine d´argent des Dauphins (XIIâXIVe s.) Isère. Documents d´ArchĂŠologie en RhĂ´ne-Alpes 9, Lyon 1994.
Weblinks
Commons
: LâAlpe dâHuez
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Einzelnachweise